Heizlast-Rechner

Heizlast-Rechner

Überschlagen Sie Wärmeverluste eines Gebäudes. Keine Norm-Heizlast oder Grundlage zur Auslegung einer Heizung.

Mittelwert über alle eingegebenen Außenluft-Hüllflächen, einschließlich Fenster. Bodenfläche und Hüllfläche sind verschiedene Größen.

Wertebereiche

Bodenfläche 1–100.000 m²; Höhe 1–20 m; Außenluft-Hüllfläche 1–1.000.000 m², einschließlich Fenster, ohne doppelte Flächenzählung. Mittleres U 0,01–10; zusätzlicher Zuschlag 0–1 W/(m²K). Luftwechsel 0–10 pro Stunde, kein n50-Wert; Wärmerückgewinnung wird nicht separat gerechnet. Innen 5–35 °C, außen −50 bis 20 °C und höchstens innen. Zuschlag 0 heißt nichts angesetzt, Luftwechsel 0 heißt kein Lüftungsverlust im Modell; beides bestätigt keine bauliche oder lufthygienische Eignung.

Eingabehinweise

Zahlen mit Dezimalkomma und Tausenderpunkt, etwa 1.234,56. Ein Punkt mit genau drei Folgeziffern gilt als Tausendertrennung. Höchstens sechs Nachkommastellen.

Stationäre Verlustleistung

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Noch keine Berechnung

Das Ergebnis erscheint nach vollständiger Eingabe.

Transmissionsverlust (kW)

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Lüftungsverlust (kW)

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Rechenweg & Einordnung (aufklappen)

Bitte füllen Sie die benötigten Felder aus. Beispielwerte dienen nur der Veranschaulichung.

Voraussetzungen und Grenzen der Berechnung

Eigene Ein-Zonen-Verlustrechnung, keine Norm-Heizlast nach DIN EN 12831 und keine Grundlage zur Heizkörper- oder Wärmepumpenauswahl. Alle Hüllflächen werden gegen dieselbe Außenluft angesetzt. Keine Erdreich-/Nachbarraumkorrektur, Zonenaufteilung, Warmwasser-, Aufheiz- oder Sperrzeitenzuschläge und keine Wärmegewinne. Ergebnis in kW ist eine Leistung, kein Jahresenergieverbrauch in kWh.

Hinweis: Dieser Rechner dient der unverbindlichen Orientierung und ersetzt keine rechtliche oder bautechnische Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Hintergrund und Details

Eine nachvollziehbare Heizlast-Orientierung

Dieser Rechner überschlägt die stationäre Wärmeverlustleistung einer gleichmäßig temperierten Zone. Er ist keine Norm-Heizlast nach DIN EN 12831 und keine Grundlage zur Auswahl von Wärmepumpe oder Heizkörpern. Geben Sie beheizte Bodenfläche, mittlere lichte Höhe, thermische Hüllfläche gegen Außenluft, flächengewichteten mittleren Hüll-U-Wert sowie Temperaturen und energetisch wirksamen Luftwechsel ein.

Hüllfläche und Bodenfläche unterscheiden

Die Bodenfläche dient zur Ermittlung des Luftvolumens und der Ausgabe W/m². Die Hüllfläche umfasst die gegen dieselbe Außenluft modellierten Bauteile einschließlich Fenster. Fensterflächen nicht doppelt zählen. Der mittlere U-Wert muss flächengewichtet zur gesamten angegebenen Hülle passen. Ein zusätzlicher Wärmebrückenzuschlag wird nur ergänzt, soweit er nicht bereits im Mittelwert enthalten ist. Default 0 bedeutet lediglich, dass kein Zuschlag angesetzt wird.

Offen gelegte Rechenmethode

Aᵦ bezeichnet die Bodenfläche in m², h die lichte Höhe in m, Aₕ die thermische Hüllfläche in m², U den mittleren Hüll-U-Wert und ΔU den zusätzlichen Zuschlag, beide in W/(m²K). n ist der wirksame Luftwechsel in h⁻¹. Es gilt:

V=AbhΔT=Ti−TeV=A_{\mathrm b}h\qquad\Delta T=T_{\mathrm i}-T_{\mathrm e} HT=Ah(U+ΔU)HV=cLnVH_{\mathrm T}=A_{\mathrm h}(U+\Delta U)\qquad H_{\mathrm V}=c_{\mathrm L}nV Q˙=(HT+HV)ΔT\dot Q=(H_{\mathrm T}+H_{\mathrm V})\Delta T

Dabei ist cL=0,33 Whm3 Kc_{\mathrm L}=0{,}33\,\frac{\mathrm{Wh}}{\mathrm m^3\,\mathrm K}. Beide Verlustkoeffizienten haben die Einheit W/K. Die Temperaturdifferenz wird in K eingesetzt; die aus den eingegebenen Celsiuswerten gebildete Differenz hat denselben Zahlenwert. Die Verlustleistung Q˙\dot Q ergibt sich in W; für kW wird durch 1.000 geteilt. Der Faktor 0,33 ist eine gerundete Modellkonstante der Luftwärmekapazität nach dem Passivhaus Institut.

Beispiel

120 m² Bodenfläche und 2,5 m Höhe ergeben 300 m³ Luftvolumen. Bei 300 m² Außenluft-Hülle, mittlerem U = 0,5, zusätzlichem ΔU = 0, Luftwechsel 0,5 pro Stunde sowie 20 °C innen und −12 °C außen ergeben sich 150 W/K Transmission und 49,5 W/K Lüftung. Bei 32 K Differenz sind das 4,8 kW plus 1,584 kW, insgesamt 6,384 kW oder 53,2 W/m² Bodenfläche.

Was fehlt für eine Auslegung?

Es werden keine örtliche Normaußentemperatur, Erdreich- oder Nachbarraumkorrektur, unterschiedlichen Zonentemperaturen, Infiltrationsbemessung, Warmwasser-, Aufheiz- oder Sperrzeitenzuschläge und keine Wärmegewinne angesetzt. Wärmerückgewinnung wird nicht separat berechnet. Der eingegebene Luftwechsel ist kein n50-Wert aus einem Blower-Door-Test. Ein Nullwert setzt nur den modellierten Lüftungsanteil auf null und ist keine Empfehlung für ausreichende Lüftung. Für eine Anlagenauslegung ist eine fachliche Berechnung erforderlich. kW ist Leistung; ein Jahresverbrauch in kWh wird daraus nicht berechnet.

Quellen und weitere Werkzeuge

Physikalische Grundlagen, gelesen am 16.10.2026: PHI – Heizlast und Luftwärmekapazität, PHI – Altbauhandbuch, Abschnitte 7.3.2 und 7.4.3.2. Die Zusammenstellung zur hier beschriebenen Ein-Zonen-Verlustrechnung ist unser eigenes offengelegtes Modell. Einzelne homogene Schichtaufbauten können Sie mit dem U-Wert-Rechner untersuchen. Elektrische Geräteenergie berechnet der Stromverbrauchs-Rechner.

Häufige Fragen

Ist das berechnete Ergebnis eine normgerechte Heizlast?

Nein. Der Rechner überschlägt stationäre Transmissions- und Lüftungsverluste mit eingegebenen Annahmen. Er ersetzt keine vollständige fachliche Heizlastberechnung.

Warum sind Bodenfläche und Gebäudehüllfläche nicht identisch?

Die Bodenfläche dient hier unter anderem zur Volumenorientierung; Wärmeverlust durch die Außenhülle hängt von den zugehörigen wärmeübertragenden Bauteilflächen ab.

Welche Eingaben beeinflussen das Ergebnis besonders?

Insbesondere die angenommenen U-Werte, Hüllfläche, Temperaturdifferenz und Luftwechsel. Diese Größen müssen zum betrachteten Gebäude passen.

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💡 Tipps

  1. Tipp 1: Eine große Unsicherheit bei Hüllfläche, U-Mittelwert oder Luftwechsel wirkt direkt auf das Ergebnis. Lassen Sie eine Heizungsanlage anhand einer fachlichen Heizlastberechnung auslegen.
  2. Tipp 2: Mehrere plausible Annahmen für U-Mittelwert und Luftwechsel getrennt durchrechnen, um die Spannweite dieser Überschlagsrechnung zu erkennen.