Kaufen-oder-Mieten-Rechner: Immobilie kaufen oder mieten vergleichen

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Kaufen-oder-Mieten-Rechner: Immobilie kaufen oder mieten vergleichen

Vergleichen Sie, ob Kaufen oder Mieten finanziell günstiger wirkt. Mit Brutto-Mietrendite, Vervielfältiger sowie optionaler Analyse von Zinsen, Instandhaltung und Opportunitätskosten des Eigenkapitals.

Kaufen-oder-Mieten-Rechner

Vergleichen Sie eine schnelle Rendite-Einordnung oder eine laufende Monatskosten-Analyse für Kaufen und Mieten auf Basis Ihrer Annahmen.

Modus A: Schnelle Einordnung über Brutto-Mietrendite und Vervielfältiger.

Ergebnis

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Wirtschaftlichkeits-Check

Kennzahl 1

Kennzahl 2

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Hinweis: Dieser Rechner dient der unverbindlichen Orientierung und ersetzt keine rechtliche oder bautechnische Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Hintergrund und Details

Kaufen oder mieten – was lohnt sich finanziell eher?

Die Entscheidung zwischen Mieten und Kaufen gehört zu den größten finanziellen Weichenstellungen im Leben. Eine Immobilie kann langfristig Vermögen aufbauen, bindet aber viel Kapital und verursacht laufende Kosten, die viele Käufer anfangs unterschätzen.

Dieser Kaufen-oder-Mieten-Rechner hilft dabei, die finanzielle Seite beider Optionen nüchtern zu vergleichen. Je nach Modus zeigt der Rechner entweder einen schnellen Rendite-Check oder eine ausführlichere Finanz-Analyse mit typischen laufenden Kosten des Kaufmodells.

Berechnete Ergebnisse

Der Rechner arbeitet mit zwei Perspektiven:

  • Rendite-Check: schnelle Einordnung über Brutto-Mietrendite und Vervielfältiger
  • Finanz-Analyse: Vergleich der laufenden monatlichen Kosten von Miete und Kauf

Damit beantwortet das Tool typische Fragen wie:

  • Ist Kaufen oder Mieten bei meinem Fall finanziell attraktiver?
  • Wie teuer ist eine Immobilie im Verhältnis zur Miete?
  • Wie stark belasten Zinsen, Instandhaltung und Eigenkapital den Kauf?
  • Wann wirkt eine Immobilie eher teuer oder eher günstig?

Rendite-Check

Im einfachen Modus berechnet der Rechner die Brutto-Mietrendite und den Vervielfältiger.

Die Brutto-Mietrendite ergibt sich aus:

Mietrendite=JahreskaltmieteKaufpreis100\text{Mietrendite} = \frac{\text{Jahreskaltmiete}}{\text{Kaufpreis}} \cdot 100

Dabei gilt:

  • (\text{Jahreskaltmiete} = 12 \cdot \text{Monatsmiete})
  • (\text{Kaufpreis}) = Kaufpreis inklusive berücksichtigter Nebenkosten

Der Vervielfältiger zeigt, wie oft die Jahresmiete im Kaufpreis enthalten ist:

Vervielfa¨ltiger=KaufpreisJahreskaltmiete\text{Vervielfältiger} = \frac{\text{Kaufpreis}}{\text{Jahreskaltmiete}}

Je höher der Vervielfältiger, desto teurer wirkt die Immobilie im Verhältnis zur Miete.

Einordnung der Mietrendite

Die Brutto-Mietrendite ist keine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung, aber ein nützlicher erster Indikator.

Grobe Orientierung:

  • unter 3 % → Immobilie wirkt im Verhältnis zur Miete oft sehr teuer
  • 3 % bis 5 % → mittlerer Bereich
  • über 5 % → eher günstiger im Verhältnis zur Miete

Diese Einordnung ersetzt keine Detailanalyse, hilft aber bei der schnellen Vorauswahl.

Finanz-Analyse

Im Pro-Modus vergleicht der Rechner die laufenden nicht vermögensbildenden Monatskosten von Miete und Eigentum.

Dabei werden auf der Kaufseite berücksichtigt:

  • monatliche Zinskosten des Darlehens
  • monatliche Instandhaltungskosten
  • monatliche Opportunitätskosten des eingesetzten Eigenkapitals

Wichtig: Die Tilgung wird bewusst nicht als Kostenblock behandelt, weil sie Vermögen aufbaut. Genau das ist fachlich entscheidend. Viele Vergleiche verzerren das Ergebnis, weil sie Tilgung und echte Kosten in einen Topf werfen.

Verwendete Formel für die Kaufseite

Vereinfacht gilt im Kaufmodell:

laufende Kaufkosten pro Monat=Z+I+O\text{laufende Kaufkosten pro Monat} = Z + I + O

Dabei gilt:

  • (Z) = monatliche Zinskosten
  • (I) = monatliche Instandhaltung
  • (O) = monatliche Opportunitätskosten des Eigenkapitals

Die monatlichen Zinskosten werden näherungsweise so berechnet:

Z=(KaufpreisEigenkapital)Zinssatz12Z = \frac{(\text{Kaufpreis} - \text{Eigenkapital}) \cdot \text{Zinssatz}}{12}

Die monatliche Instandhaltung ergibt sich aus:

I=Wohnfla¨cheInstandhaltung pro m2I = \text{Wohnfläche} \cdot \text{Instandhaltung pro } m^2

Die monatlichen Opportunitätskosten des Eigenkapitals werden vereinfacht so berechnet:

O=EigenkapitalOpportunita¨tsrendite12O = \frac{\text{Eigenkapital} \cdot \text{Opportunitätsrendite}}{12}

Opportunitätskosten beim Immobilienkauf

Opportunitätskosten beschreiben den entgangenen Nutzen einer alternativen Verwendung Ihres Geldes. Wenn Sie Eigenkapital in eine Immobilie stecken, kann dieses Kapital nicht mehr anders investiert werden.

Genau deshalb gehört das Eigenkapital in einen ehrlichen Kaufen-oder-Mieten-Vergleich hinein. Wer diesen Punkt ignoriert, rechnet sich den Kauf oft künstlich schön.

Bedeutung der Instandhaltung

Viele Käufer kalkulieren zu optimistisch und unterschätzen die laufenden Rücklagen für Reparaturen, Modernisierung und Verschleiß. Gerade bei älteren Immobilien kann dieser Block finanziell erheblich sein.

Deshalb berücksichtigt der Rechner im Pro-Modus eine monatliche Instandhaltung je Quadratmeter Wohnfläche. Das macht die Vergleichsrechnung realistischer als reine Zins-gegen-Miete-Vergleiche.

Einordnung der Ergebnisse

Der Rechner zeigt keine absolute Wahrheit, sondern eine modellhafte finanzielle Annäherung.

Ein Kauf kann trotz höherer laufender Belastung sinnvoll sein, etwa wegen langfristigem Vermögensaufbau, persönlicher Sicherheit oder erwarteter Wohnstabilität. Umgekehrt kann Mieten trotz guter Finanzierung wirtschaftlich sinnvoller wirken, wenn Kaufpreise sehr hoch und gebundenes Eigenkapital teuer sind.

Die Aussage des Rechners lautet deshalb nicht: „Kaufen ist immer besser“ oder „Mieten ist immer besser“, sondern: Unter diesen Annahmen wirkt eine Seite finanziell günstiger.

Nicht vollständig berücksichtigte Faktoren

Der Rechner ist bewusst vereinfacht. Er bildet insbesondere nicht vollständig ab:

  • zukünftige Mietsteigerungen
  • Wertentwicklung der Immobilie
  • Inflation
  • steuerliche Effekte
  • nicht umlagefähige Nebenkosten im Detail
  • individuelle Finanzierungskonditionen
  • Sondertilgungen
  • Modernisierungsrisiken

Gerade bei langfristigen Entscheidungen kann das tatsächliche Ergebnis daher deutlich vom Modell abweichen.

Häufige Fragen zu Kaufen oder Mieten

Ist Kaufen immer besser, weil am Ende Eigentum entsteht? Nein. Eigentum entsteht nicht kostenlos. Zinsen, Instandhaltung, Kaufnebenkosten und gebundenes Eigenkapital verursachen reale wirtschaftliche Belastungen. Ein Kauf ist deshalb nicht automatisch die bessere finanzielle Entscheidung.

Warum zählt die Tilgung hier nicht als Kostenblock? Tilgung reduziert die Restschuld und erhöht damit Ihr Vermögen. Sie ist deshalb nicht dasselbe wie Zinsen oder Instandhaltung. Für einen sauberen Kostenvergleich zwischen Kaufen und Mieten ist diese Trennung wichtig.

Warum sind Opportunitätskosten beim Eigenkapital relevant? Weil Eigenkapital nicht gratis ist. Wer 100.000 € in eine Immobilie steckt, verzichtet auf alternative Renditechancen. Diese entgangene Rendite gehört in einen ehrlichen finanziellen Vergleich hinein.

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💡 Profi-Tipp

Viele Kaufentscheidungen wirken nur deshalb attraktiv, weil Opportunitätskosten des Eigenkapitals ignoriert werden. Genau dort entsteht oft die größte Selbsttäuschung. Außerdem ist die Tilgung kein echter Kostenblock wie Zinsen oder Instandhaltung. Wer das vermischt, macht aus Vermögensaufbau scheinbar laufende Belastung oder umgekehrt – und rechnet am Kern vorbei.