Schenkungsteuer-Rechner
Schätzen Sie die Schenkungsteuer aus Erwerb, Verwandtschaft und früheren Schenkungen. Die beschriebenen Sonderfälle bleiben ausgeschlossen.
Inhalt zuletzt aktualisiert:
Freibeträge und Verwandtschaft erklären
Mit „Lebenspartner“ ist ausschließlich eine eingetragene Lebenspartnerschaft gemeint.
Die Auswahl verwendet folgende Freibeträge und Steuerklassen:
- Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner: 500.000 € (Steuerklasse I).
- Kinder oder Stiefkinder: 400.000 € (Steuerklasse I).
- Kinder verstorbener Kinder: 400.000 € (Steuerklasse I).
- Enkelkinder: 200.000 € (Steuerklasse I).
- Urenkel oder weitere Personen der Steuerklasse I: 100.000 €.
- Eltern oder Großeltern bei einer Schenkung: 20.000 € (Steuerklasse II).
- Geschwister, Nichten oder Neffen: 20.000 € (Steuerklasse II).
- Schwiegerkinder, Stiefeltern oder geschiedene Ehegatten: 20.000 € (Steuerklasse II).
- Nicht verwandte Personen oder Freunde: 20.000 € (Steuerklasse III).
Orientierung nach ErbStG mit Freibetrag, Steuerklasse und gesetzlicher Tariflogik. Frühere Schenkungen innerhalb von 10 Jahren werden in der Schätzung berücksichtigt.
Schenkungssteuer
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Verbl. Freibetrag
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Steuerpflichtig aktuell
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Gesamterwerb 10 Jahre
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Steuer auf Vorerwerbe
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Bereit für die steuerliche Prüfung.
Daten, Quellen und Modellgrenzen
Die Rechnung berücksichtigt den gewählten Verwandtschaftsfall, Freibetrag und frühere Erwerbe im unterstützten Umfang. Sie ersetzt keine Bewertung des Geschenks und prüft nicht sämtliche Befreiungen oder grenzüberschreitenden Fälle.
Im Rechenmodell hinterlegter Zeitraum: bis . Einzelne Quellen können einen anderen Dokumentstand haben.
Das Rechenmodell wurde zuletzt am geprüft. Die nächste Prüfung ist bis vorgesehen.
Quellen zum Nachlesen:
Quellenlinks geprüft am 24. Oktober 2026. Diese Linkprüfung bestätigt Erreichbarkeit und Zuordnung der Dokumente; sie ersetzt keine erneute Prüfung aller Berechnungsregeln.
Hinweis: Dieser Rechner dient der unverbindlichen Orientierung und ersetzt keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.
Hintergrund und Details
Schenkungssteuer-Rechner: Schenkungssteuer grob berechnen und Freibeträge prüfen
Mit diesem Schenkungssteuer-Rechner können Sie überschlägig berechnen, ob und in welcher Höhe bei einer Schenkung Schenkungssteuer anfallen kann.
Der Rechner hilft bei typischen Fragen wie:
- Wie hoch ist die Schenkungssteuer?
- Welcher Freibetrag gilt für mein Verhältnis?
- Wie viel kann ich steuerfrei verschenken?
- Welche Steuerklasse gilt bei Schenkung an Kinder, Ehepartner, Geschwister oder Freunde?
- Was passiert, wenn es schon frühere Schenkungen derselben Person gab?
Das Modell behandelt einfache Schenkungen bei unbeschränkter Steuerpflicht nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG. Geben Sie bereits steuerlich bewertete Vermögensbeträge ein; der Rechner ermittelt diese Bewertung nicht selbst.
Berechnung und angezeigte Ergebnisse
Der Rechner zeigt Ihnen insbesondere:
- den persönlichen Freibetrag
- den verbleibenden Freibetrag nach früheren Schenkungen
- den steuerpflichtigen Teil der aktuellen Schenkung
- den Gesamterwerb innerhalb von 10 Jahren
- die voraussichtliche Schenkungssteuer
- die maßgebliche Steuerklasse und den zugeordneten Tarifbereich
Das ist wichtig, weil bei Schenkungen nicht nur die aktuelle Zuwendung zählt. Frühere Erwerbe derselben Person innerhalb von zehn Jahren können den Freibetrag bereits ganz oder teilweise verbraucht haben.
Berechnung der Schenkungssteuer
Vereinfacht wird zunächst geprüft, wie hoch der gesamte Erwerb innerhalb von 10 Jahren ist:
Dabei gilt:
- = Wert der aktuellen Schenkung
- = Summe früherer Schenkungen derselben Person innerhalb von 10 Jahren
- = persönlicher Freibetrag
- = steuerpflichtiger Gesamterwerb
Der frühere steuerpflichtige Erwerb ist . Vor der Tarifanwendung werden beide Erwerbsbeträge auf volle 100 Euro nach unten abgerundet. Die Differenzsteuer im Modell entsteht aus der Gesamtsteuer abzüglich der fiktiven Steuer auf die früheren Erwerbe:
Dabei ist:
- = Steuer auf den nach § 10 ErbStG abgerundeten Betrag E einschließlich Härteausgleich
- = früherer steuerpflichtiger Erwerb innerhalb des 10-Jahres-Zeitraums
Der steuerpflichtige Erwerb wird gesetzlich auf volle 100 € nach unten abgerundet. An den Tarifgrenzen berücksichtigt der Rechner außerdem den Härteausgleich nach § 19 Abs. 3 ErbStG, damit ein geringes Überschreiten einer Wertgrenze nicht zu einem ungebremsten Steuersprung führt. Bei Vorerwerben wird die nach heutigem Recht fiktiv berechnete Steuer auf die Vorerwerbe abgezogen und zugleich die Mindeststeuer des aktuellen Erwerbs beachtet; eine eventuell tatsächlich früher festgesetzte höhere Steuer kann ohne zusätzliche Eingabe nicht berücksichtigt werden.
Zusätzlich verwendet das Modell die Mindeststeuer für die aktuelle Schenkung ohne Zusammenrechnung und die 50-%-Grenze nach § 14 Abs. 3 ErbStG:
ist die Steuer auf die aktuelle Schenkung nach vollem persönlichem Freibetrag, ohne Vorerwerbe. Eine tatsächlich höhere anzurechnende Steuer auf Vorerwerbe wird nicht erfasst. Bei solchen Fällen ist das Modellergebnis keine vollständige Berechnung nach § 14 ErbStG.
Freibeträge bei der Schenkungssteuer
Die Höhe des Freibetrags hängt vom Verhältnis zwischen schenkender und beschenkter Person ab. Typische Freibeträge sind unter anderem:
- 500.000 € für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner
- 400.000 € für Kinder und Stiefkinder
- 400.000 € für Kinder verstorbener Kinder
- 200.000 € für Enkel
- 100.000 € für weitere Personen der Steuerklasse I, etwa Urenkel
- 20.000 € für viele Personen der Steuerklassen II und III
Der eigentliche Hebel liegt oft nicht beim Steuersatz, sondern beim Freibetrag und bei der zeitlichen Gestaltung von Schenkungen.
Steuerklassen bei der Schenkungssteuer
Für die Schenkungssteuer gelten drei Steuerklassen. Diese haben nichts mit der Lohnsteuerklasse zu tun, sondern richten sich nur nach dem persönlichen Verhältnis:
- Steuerklasse I: insbesondere Ehegatten/Lebenspartner, Kinder, Stiefkinder und deren Abkömmlinge.
- Steuerklasse II: insbesondere Geschwister, Nichten/Neffen sowie Eltern und Großeltern bei Schenkungen.
- Steuerklasse III: insbesondere Freunde und andere nicht zugeordnete Personen.
Eltern und Großeltern gehören nur bei Erwerben von Todes wegen zur Steuerklasse I, nicht bei einer gewöhnlichen Schenkung. Die oben genannten vollen persönlichen Freibeträge setzen unbeschränkte Steuerpflicht voraus; Fälle beschränkter Steuerpflicht sind hier ausgeschlossen.
Steuerklasse I ist in der Regel am günstigsten, Steuerklasse III am härtesten. Freunde oder nicht verwandte Personen landen typischerweise in Steuerklasse III. Genau dort wird aus einer großzügig gemeinten Schenkung steuerlich schnell ein teurer Spaß.
Steuersätze und Tariflogik
Die Steuersätze hängen von Steuerklasse und Höhe des steuerpflichtigen Erwerbs ab.
| Steuerpflichtiger Erwerb bis | Klasse I | Klasse II | Klasse III |
|---|---|---|---|
| 75.000 € | 7 % | 15 % | 30 % |
| 300.000 € | 11 % | 20 % | 30 % |
| 600.000 € | 15 % | 25 % | 30 % |
| 6.000.000 € | 19 % | 30 % | 30 % |
| 13.000.000 € | 23 % | 35 % | 50 % |
| 26.000.000 € | 27 % | 40 % | 50 % |
| über 26.000.000 € | 30 % | 43 % | 50 % |
Der jeweilige Satz gilt grundsätzlich für den gesamten steuerpflichtigen Erwerb, nicht nur für den Anteil in der höchsten Stufe. Der Härteausgleich nach § 19 Abs. 3 begrenzt den Übergang.
Bedeutung früherer Schenkungen innerhalb von 10 Jahren
Frühere Schenkungen derselben Person innerhalb von zehn Jahren wirken doppelt:
- sie können den Freibetrag bereits teilweise oder vollständig aufbrauchen
- sie können den maßgeblichen Tarifbereich nach oben verschieben
Maßgeblich ist der rückblickende Zehnjahreszeitraum zur aktuellen Schenkung, jeweils für dieselbe schenkende Person. Es gibt keinen pauschalen Neustart zum Kalenderjahreswechsel. Der Rechner verarbeitet nur die eingegebene Summe und prüft keine Schenkungsdaten oder Fristenden.
Angezeigte Werte im Rechner
Der Rechner zeigt unter anderem:
- die geschätzte Schenkungssteuer auf die aktuelle Zuwendung
- den verbleibenden Freibetrag
- den steuerpflichtigen Teil der aktuellen Schenkung
- den Gesamterwerb innerhalb von 10 Jahren
- die fiktive Steuer auf frühere Erwerbe
Dadurch sehen Sie nicht nur, ob Steuer anfällt, sondern auch warum.
Zielgruppen und Einsatzbereiche
Der Rechner eignet sich besonders für:
- Eltern, die Geld oder Vermögen an Kinder übertragen möchten
- Ehepartner oder Lebenspartner bei größeren Vermögensübertragungen
- Großeltern, die an Enkel schenken möchten
- Geschwister oder andere Angehörige mit kleinerem Freibetrag
- Schenkungen an nicht verwandte Personen oder Freunde
- Nutzer, die frühere Schenkungen in die Berechnung einbeziehen müssen
Grenzen der Berechnung
Der Rechner ist eine Orientierungsrechnung, keine verbindliche Steuerberatung. Nicht vollständig berücksichtigt werden zum Beispiel:
- besondere Begünstigungen bei Betriebsvermögen
- Immobilienbewertung im Detail
- Nießbrauch, Wohnrechte oder andere Belastungen
- spezielle Verschonungsregeln
- ausländische Bezüge
- mehrere Schenkende oder komplexe Vermögensstrukturen
- Bewertungsfragen und Verfahrensdetails im Einzelfall
Gerade bei Immobilien oder Unternehmensanteilen wird aus einer vermeintlich einfachen Schenkung schnell ein echter Bewertungs- und Gestaltungsfall.
Anzeigepflicht beim Finanzamt
Nach § 30 ErbStG ist der Erwerb grundsätzlich binnen drei Monaten nach erlangter Kenntnis dem zuständigen Finanzamt schriftlich anzuzeigen; bei Schenkungen sind grundsätzlich Erwerber und Schenker anzeigepflichtig. Ausnahmen können gelten, etwa wenn die Schenkung notariell oder gerichtlich beurkundet wurde.
Eine rechnerische Steuer von null bestätigt keine Befreiung von der Anzeigepflicht. Die Zehnjahres-Zusammenrechnung und diese Dreimonatsfrist sind unterschiedliche Regeln.
Interpretation der Ergebnisse
Wenn der Rechner keine Steuer ausweist, bedeutet das nur, dass die Schenkung in dieser überschlägigen Berechnung innerhalb des Freibetrags bleibt oder aktuell keine zusätzliche Steuer auslöst.
Wenn Steuer anfällt, ist entscheidend:
- wie viel Freibetrag noch übrig war
- welche Steuerklasse gilt
- ob frühere Schenkungen denselben 10-Jahres-Zeitraum betreffen
- in welche Tarifstufe der Gesamterwerb fällt
Gerade bei größeren Beträgen lohnt sich deshalb weniger Bauchgefühl und mehr saubere Planung.
Häufige Fragen zur Schenkungssteuer
Wie viel kann ich steuerfrei verschenken?
Das hängt vom Verhältnis zwischen schenkender und beschenkter Person ab. Ehepartner haben deutlich höhere Freibeträge als Geschwister, Freunde oder andere nicht verwandte Personen.
Was passiert, wenn es schon frühere Schenkungen gab?
Frühere Schenkungen derselben Person innerhalb von 10 Jahren werden zusammengerechnet. Dadurch kann der Freibetrag bereits teilweise verbraucht sein, und der aktuelle Erwerb rutscht möglicherweise in eine höhere Tarifstufe.
Wie hoch ist die Schenkungssteuer bei Kindern?
Kinder gehören in der Regel zur Steuerklasse I und haben typischerweise einen Freibetrag von 400.000 €. Oberhalb dieses Rahmens kann Schenkungssteuer anfallen.
Wie hoch ist die Schenkungssteuer bei Freunden?
Freunde fallen typischerweise in Steuerklasse III und haben meist nur einen Freibetrag von 20.000 €. Das ist steuerlich die deutlich härtere Zone.
Muss ich eine Schenkung melden, auch wenn keine Steuer anfällt?
Grundsätzlich ja, Schenkungen sind in vielen Fällen anzuzeigen. Eine Ausnahme kann gelten, wenn der Vorgang notariell oder gerichtlich beurkundet wurde.
Warum reicht ein einfacher Freibetragsrechner oft nicht aus?
Weil frühere Schenkungen innerhalb von 10 Jahren nicht nur den Freibetrag schmälern, sondern auch die tarifliche Einordnung beeinflussen können. Wer das ignoriert, rechnet zu einfach.
Wichtiger Hinweis
Gesetzliche Werte und steuerliche Einordnungen können sich ändern. Maßgeblich sind immer das aktuelle Recht, die steuerliche Bewertung des konkreten Vermögens und der Einzelfall.
Amtliche Quellen und Prüfstand
Freibeträge, Klassen, Tarif, Abrundung, Vorerwerbsmodell und Anzeigepflicht wurden am 18.10.2026 gegen die folgenden amtlichen Vorschriften geprüft. Dies ist ein Review des beschriebenen Standardmodells, keine vollständige Prüfung von Bewertungs- und Sonderfällen.
💡 Tipps
- Tipp 1: Der entscheidende Hebel ist oft nicht der Steuersatz, sondern der richtige Umgang mit den 10-Jahres-Freibeträgen. Wer früh plant, spart häufig mehr als jemand, der nur auf den Tarif starrt.
- Tipp 2: Bei Immobilien oder größeren Vermögenswerten ist der steuerliche Wert oft nicht identisch mit dem Bauchgefühl der Beteiligten. Genau dort wird aus einer vermeintlich einfachen Schenkung schnell ein Bewertungs- und Beratungsfall.
- Tipp 3: Wenn frühere Schenkungen im Spiel sind, ist die richtige Reihenfolge der Berechnung entscheidend. Genau dort machen viele vereinfachte Online-Rechner stillen Unsinn.