Netto-Rechner Selbstständig: verfügbares Einkommen nach Steuern und Krankenversicherung schätzen

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Netto-Rechner Selbstständig: verfügbares Einkommen nach Steuern und Krankenversicherung schätzen

Schätzen Sie Ihr verfügbares Einkommen als Selbstständiger oder Freelancer. Mit Einfach-/Komplex-Modus, Einkommensteuer 2026, GKV oder PKV, Kleinunternehmer-Regelung und optionaler Vorsorgerücklage.

Netto-Rechner Selbstständig

Schätzen Sie auf einen Blick, was von Ihrem Umsatz nach Betriebsausgaben, Einkommensteuer, Krankenversicherung und optionalen Rücklagen realistisch übrig bleiben kann.

Modus Einfach: schneller Überschlag mit Umsatz, Ausgaben, Einkommensteuer und GKV/PKV.

Verfügbar pro Monat

Bitte Werte eingeben

Steuer- und KV-Schätzung erscheinen nach der Eingabe

Gewinn vor Steuer

KV / Monat

ESt / Monat

Verfügbar p.a.

Bitte Werte eingeben, um Ihr verfügbares Einkommen zu schätzen.

Hinweis: Dieser Rechner dient der überschlägigen Orientierung und ersetzt keine betriebswirtschaftliche oder rechtliche Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Hintergrund und Details

Berechnung und Einsatzbereich

Dieser Rechner schätzt, was von Ihrem Umsatz nach typischen Abzügen für Betriebsausgaben, Einkommensteuer und Krankenversicherung ungefähr übrig bleibt.

Er eignet sich für Freelancer, Solo-Selbstständige und kleinere Gewerbetreibende, die wissen wollen:

  • wie hoch ihr geschätzter Monatsgewinn ist,
  • wie stark Einkommensteuer und Krankenversicherung das Ergebnis belasten,
  • und welches verfügbare Einkommen im Monat ungefähr bleibt.

Zwei Modi: Einfach und Komplex

Der Rechner arbeitet mit zwei Ebenen:

  • Einfach: schneller Überschlag mit Umsatz, Betriebsausgaben, Steuer und Krankenversicherung
  • Komplex: zusätzliche Modellierung von Umsatzsteuer-Modus, Brutto-/Netto-Eingabe, GKV-Details und optionaler privater Vorsorgerücklage

Gewinnermittlung

Vereinfacht gilt:

Gewinn=UmsatzBetriebsausgaben\text{Gewinn} = \text{Umsatz} - \text{Betriebsausgaben}

Im Komplex-Modus kann zusätzlich berücksichtigt werden, ob bei Regelbesteuerung Werte inklusive 19 % Umsatzsteuer beziehungsweise Vorsteuer eingegeben wurden.

Schätzung der Einkommensteuer

Die Einkommensteuer wird auf Jahresbasis näherungsweise aus dem steuerlichen Gewinn abgeleitet. Der Rechner verwendet dafür einen vereinfachten Einkommensteuertarif 2026 und verteilt das Ergebnis anschließend auf den Monat.

Wichtig: Das ist keine verbindliche Steuerberechnung. Sonderausgaben, weitere Einkünfte, Ehegattensplitting, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer-Anrechnung und viele weitere Faktoren können das reale Ergebnis verändern.

Schätzung der Krankenversicherung

Sie können zwischen zwei Modellen wählen:

  • GKV: vereinfachte Berechnung über die Beitragsbemessungsgrundlage
  • PKV: manueller Monatsbeitrag

Im Komplex-Modus können Sie bei GKV zusätzlich wählen, ob Sie die Variante mit Krankengeldanspruch modellieren möchten und ob der Kinderlosenzuschlag in der Pflegeversicherung berücksichtigt werden soll.

Kleinunternehmer oder Regelbesteuerung

Im Komplex-Modus kann zusätzlich unterschieden werden zwischen:

  • Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)
  • Regelbesteuerung

Bei Regelbesteuerung ist wichtig, ob Ihre Eingaben bereits netto sind oder noch Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer enthalten. Genau dort entstehen in vielen Schnellrechnern die üblichen Denkfehler.

Häufige Fragen zum Unternehmer-Netto

Ist das Ergebnis mit meinem privaten Netto vergleichbar?

Nur grob. Der Rechner zeigt eine Näherung für das verfügbare Einkommen nach typischen Abzügen, aber keine verbindliche private Haushaltsrechnung.

Warum ist mein verfügbares Einkommen deutlich niedriger als mein Umsatz?

Weil Umsatz nicht Gewinn ist. Erst nach Betriebsausgaben, Krankenversicherung, Steuern und optionalen Rücklagen zeigt sich, was tatsächlich verfügbar bleibt.

Warum kann die echte Steuer später abweichen?

Weil der Rechner mit einer vereinfachten Modellrechnung arbeitet. Weitere Einkünfte, Sonderausgaben, Familienkonstellation und steuerliche Besonderheiten verändern die reale Belastung.

Wichtiger Hinweis

Der Rechner ist eine betriebswirtschaftliche und steuerliche Näherung, keine verbindliche Nettoabrechnung. Besonders bei höheren Gewinnen, individuellen Krankenkassen-Zusatzbeiträgen, Ehegattensplitting, Kirchensteuer, Gewerbesteuer, Altersvorsorge, Abschreibungen und Sonderfällen kann die reale Belastung spürbar abweichen.

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💡 Profi-Tipp

Viele Selbstständige verwechseln Umsatz mit verfügbarem Einkommen. Relevant ist nicht, was auf dem Geschäftskonto eingeht, sondern was nach Ausgaben, Krankenversicherung, Steuer und Rücklagen tatsächlich übrig bleibt. Wenn Sie knapp kalkulieren, bauen Sie zusätzlich zur Steuer immer eine Sicherheitsreserve ein. Sonst wirkt Ihr Unternehmer-Netto auf dem Papier solide und zerfällt in der Praxis beim ersten Nachzahlungsbescheid.