Bremsweg-Rechner

Bremsweg-Rechner

Vergleichen Sie Reaktions-, Brems- und Anhaltewege in zwei Rechenmodellen. Die Werte sind keine Vorhersage einer realen Bremsung.

Eingabehinweise

Dezimalkomma und Tausenderpunkt: 1.234,56. Ein einzelner Punkt mit genau drei Folgeziffern gilt als Tausendertrennung. Höchstens sechs Nachkommastellen.

Anhalteweg im Modell

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Reaktionsweg

—

m

Bremsweg

—

m

Rechenweg & Einordnung (aufklappen)

Bitte füllen Sie die benötigten Felder aus. Beispielwerte dienen nur der Veranschaulichung.

Voraussetzungen und Grenzen der Berechnung

Rechenmodelle ohne fahrzeugspezifische Prognose. Faustformeln und konstante Verzögerung werden getrennt berechnet. Fahrbahn, Wetter, Gefälle, Reifen und Bremstechnik können reale Wege stark verändern. Kein sicherer Abstand und keine Empfehlung für eine Geschwindigkeit. Physikparameter sind eigene Modellannahmen.

Hinweis: Dieser Rechner dient der überschlägigen Orientierung. Tatsächliche Kosten oder Vertragsbedingungen können abweichen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Hintergrund und Details

Reaktionsweg, Bremsweg und Anhalteweg

Während einer Reaktion bewegt sich das Fahrzeug zunächst ungebremst weiter. Diese Strecke ist der Reaktionsweg. Der anschließende Bremsweg reicht bis zum Stillstand. Beide Wege zusammen ergeben den Anhalteweg. Dieser Rechner vergleicht ausdrücklich benannte Rechenmodelle und prognostiziert nicht das Verhalten eines bestimmten Fahrzeugs.

Modell 1: Fahrschul-Faustformeln

Mit dem Zahlenwert v der Geschwindigkeit in km/h lauten die Fahrschul-Faustformeln für die Wege R und B in Metern:

R≈v10⋅3B≈(v10)2R\approx\frac v{10}\cdot3\qquad B\approx\left(\frac v{10}\right)^2

Bei der Gefahrenbremsung gilt BGefahr≈12(v10)2B_{\mathrm{Gefahr}}\approx\frac12\left(\frac v{10}\right)^2, der Reaktionsweg bleibt gleich. Diese Zahlenwertformeln setzen km/h als Eingabeeinheit voraus.

Bei 50 km/h ergeben sich 15 m Reaktionsweg und 25 m normaler Bremsweg, zusammen 40 m. Die Gefahrenbremsungs-Faustformel ergibt 12,5 m Bremsweg und damit 27,5 m Anhalteweg. Die angenommene Halbierung ist Teil der Faustformel und keine Garantie für reale Bremsleistungen.

Der Reaktionsweg der Faustformel ist eine gerundete Näherung. Er ist nicht identisch mit der exakten Strecke in einer Sekunde, denn dafür müsste die Geschwindigkeit durch 3,6 geteilt werden. Im Faustformelmodus werden keine zusätzlichen physikalischen Eingaben zugemischt.

Modell 2: Eigene konstante Bremsverzögerung

Das Physikmodell verwendet eine eingegebene Reaktionszeit t in Sekunden und eine konstante positive Verzögerung a in m/s². Die Einheitenumrechnung und die Wege lauten:

u=v3,6R=u⋅tB=u22aA=R+Bu=\frac{v}{3{,}6}\qquad R=u\cdot t\qquad B=\frac{u^2}{2a}\qquad A=R+B

Hierbei wird v als Zahlenwert in km/h, u in m/s und jeder Weg in Metern eingesetzt. Die Verzögerung ist eine Modellannahme und keine aus Wetter oder Fahrbahn automatisch abgeleitete Größe.

Beispiel: 72 km/h entsprechen 20 m/s. Bei 1,5 s Reaktionszeit und 5 m/s² Verzögerung betragen R = 30 m, B = 40 m und A = 70 m. Die Beispieleingaben sind keine Empfehlung für eine bestimmte Fahrbahn.

Warum steigt der Bremsweg so stark?

Bei unveränderter Verzögerung oder demselben Faustformelmodell vervierfacht eine Verdoppelung der Geschwindigkeit den Bremsweg. Der Reaktionsweg wächst bei gleicher Reaktionsannahme nur um den Faktor zwei. Darum dürfen Reaktions- und Bremsweg nicht mit derselben linearen Regel hochgerechnet werden.

Eingaben und Rundung

Die Geschwindigkeit kann technisch zwischen 0 und 300 km/h liegen. Im Physikmodell werden 0,1–5 s Reaktionszeit und 0,1–15 m/s² positive Verzögerung unterstützt. Die Reaktionszeit ist mit 1 s vorbelegt; das Verzögerungsfeld bleibt leer. Damit ist ohne eigene Verzögerungsannahme keine physikalische Berechnung möglich.

Ausgeblendete Physikfelder beeinflussen die Faustformeln nicht. Nullgeschwindigkeit ergibt bei vollständigen gültigen Eingaben Nullwege. Intern wird ohne Zwischenrundung gerechnet; die Anzeige verwendet bis zu sechs Nachkommastellen und für sehr kleine positive Ergebnisse wissenschaftliche Schreibweise. Reset leert Geschwindigkeit und Verzögerung, setzt die Reaktionszeit auf 1 s und wählt die normale Faustformel.

Grenzen der Aussage

Tatsächliche Wege hängen unter anderem von Fahrzeug, Bremstechnik, Reifen, Reibung, Fahrbahn, Wetter, Beladung und Gefälle ab. Das Modell berücksichtigt keinen zeitlichen Aufbau der Bremskraft, keine ABS-Regelung und keine individuelle Wahrnehmungssituation. Die Ergebnisse bestimmen weder einen sicheren Abstand noch eine zulässige Geschwindigkeit.

Quellen und weitere Rechner

Die Faustformeln erläutern der ADAC: Bremsweg berechnen und die ADAC-Übersicht zur Theorieprüfung. Das zweite Modell wendet die elementare Kinematik für konstante Verzögerung an; es verwendet keine behaupteten Fahrzeugmessdaten. Quellen geprüft am 16.10.2026. Weitere Werkzeuge: Reifenvergleich, kW–PS und Mobilität.

Häufige Fragen

Warum gibt es ein Faustformel- und ein physikalisches Modell?

Die Faustformeln sind eine grobe Lernorientierung; das zweite Modell nutzt eine ausdrücklich eingegebene Reaktionszeit und konstante Verzögerung. Die Ergebnisse sind daher nicht ohne gleiche Annahmen direkt identisch.

Was ist der Unterschied zwischen Reaktions- und Bremsweg?

Während der Reaktionszeit wird der Reaktionsweg zurückgelegt. Der anschließende Bremsweg entsteht im gewählten Verzögerungsmodell; ihre Summe ist der modellierte Anhalteweg.

Berücksichtigt der Rechner automatisch Wetter, Reifen und Fahrbahnbelag?

Nein. Solche Einflüsse können sich in der tatsächlich erreichbaren Verzögerung niederschlagen, werden aber nicht eigenständig aus Wetter- oder Reifendaten bestimmt.

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💡 Tipps

  1. Tipp 1: Reaktionsweg und Bremsweg getrennt betrachten: Bei doppeltem Tempo verdoppelt sich unter gleicher Reaktionsannahme der erste Weg, während sich der Bremsweg im Modell vervierfacht.
  2. Tipp 2: Im Physikmodus können Sie die Geschwindigkeit bei unveränderten Angaben zu Reaktionszeit und konstanter Bremsverzögerung variieren. So vergleichen Sie den isolierten Tempoeffekt innerhalb dieses Modells.